
IUCN SSC APES-Plattform
Ein Informationsdienst für den Schutz und die Erforschung von Menschenaffen

Die APES-Datenbank und der APES-Atlas
Die IUCN SSC APES-Datenbank fungiert als umfassendes Archiv für Daten zu den Beständen von Menschenaffen und spielt eine zentrale Rolle bei den weltweiten Naturschutzbemühungen. Zu ihren spezifischen Zielen gehören die Zentralisierung von Bestandsdaten, die Bewertung von Auswirkungen auf Lebensräume und Schutzmaßnahmen, die Unterstützung der Entscheidungsfindung, die Förderung der Zusammenarbeit sowie die Aufklärung über den Schutz von Menschenaffen.
Der APES Atlas ist eine Gemeinschaftsinitiative der Sektionen für Menschenaffen (SGA) und für kleine Menschenaffen (SSA) innerhalb der Primate Specialist Group (PSG) der IUCN SSC. Ziel ist es, standardisierte, standortbezogene Informationen über den Status von Menschenaffenpopulationen, Bedrohungen sowie Schutz- und Forschungsaktivitäten bereitzustellen. Der APES Atlas soll Forschenden, Naturschützern und der breiten Öffentlichkeit den Zugang zu Informationen über Menschenaffenpopulationen weltweit erleichtern und deren Verständnis fördern.


Nachricht
Vorstellung eines neuen Projekts: Stärkung der wissenschaftlichen Grundlage für den Schutz von Menschenaffen
Wir freuen uns, den Start eines bedeutenden Projekts bekannt zu geben, das darauf abzielt, die Überlebenschancen von Menschenaffen zu verbessern. In den kommenden fünf Jahren liegt unser Schwerpunkt auf der Verbesserung der Überlebensaussichten dieser Tiere. Unter Nutzung von Daten aus der „IUCN SSC APES Database and Atlas“ sollen im Rahmen des Projekts aussagekräftige Ergebnisse entwickelt werden, die auf umfassenden, globalen Analysen basieren. Diese Ergebnisse dienen dazu, evidenzbasierte Naturschutzansätze wirksam an politische Entscheidungsträger, Naturschutzpraktiker, Geldgeber und Akteure aus der Privatwirtschaft zu vermitteln.
Für weitere Informationen zu diesem Projekt lesen Sie hier unseren vollständigen Projektvorschlag oder schreiben Sie uns eine E-Mail an jjunker(at)rewild.org
Gründung des neuen Instituts für Wissenschaft zur Erhaltung von Menschenaffen
Im Jahr 2025 haben wir offiziell das Institute for Ape Conservation Science (Ape Institute) ins Leben gerufen. Diese neue, spannende Initiative ist auf dem Ellen DeGeneres Campus des Dian Fossey Gorilla Fund in Ruanda angesiedelt. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, den Zugang zu Daten über Menschenaffenbestände für die jeweiligen Verbreitungsländer zu verbessern, die Zusammenarbeit zu fördern sowie neue Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung und zum Kompetenzaufbau für Fachleute, Forschende und Nachwuchswissenschaftler aus diesen Ländern zu schaffen. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

Unser Team
Als stellvertretender Vorsitzender der Sektion für Menschenaffen (Section on Great Apes) innerhalb der Primate Specialist Group der IUCN engagiert er sich für den weltweiten Schutz von Menschenaffen. Dirck arbeitet mit Partnern zusammen, um Prioritäten hinsichtlich Schutzgebieten, Maßnahmen und bewährten Verfahren für den Schutz von Gorillas, Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans zu setzen. Gemeinsam mit Hjalmar Kühl leitet er die Arbeitsgruppe „APES Database“ der PSG-SGA und koordiniert ein neues Projekt, das darauf abzielt, die wissenschaftliche Datenbasis für den Schutz von Menschenaffen zu stärken. Das Projekt nutzt Daten aus der „IUCN SSC APES Database and Atlas“, um auf der Grundlage umfassender und weltweiter Analysen aussagekräftige Ergebnisse zu entwickeln; diese sollen dazu beitragen, evidenzbasierte Schutzansätze wirksam an politische Entscheidungsträger, Naturschutzpraktiker, Geldgeber und Akteure aus der Privatwirtschaft zu vermitteln.
Er ist Leiter der Abteilung Zoologie sowie Leiter der Sektion Mammalogie am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und forscht dort seit 2022. Zudem hat er den Lehrstuhl für Säugetierdiversität am IHI Zittau der TU Dresden inne. Darüber hinaus leitet er gemeinsam die Arbeitsgruppe „APES Database“ der PSG-SGA und koordiniert alle Aktivitäten rund um die APES-Plattform. Hjalmar widmet sich seit mehr als 20 Jahren der Feldforschung in Afrika, wobei er Verhalten, Ökologie und Schutz von Gorillas, Schimpansen und Bonobos untersucht. Seine umfassende Forschungsarbeit hat wertvolle Erkenntnisse über die Bedrohungen für diese gefährdeten Arten geliefert und zur Entwicklung wirksamer Schutzstrategien beigetragen.
Isabel Ordaz-Németh
Isabel ist Naturschutzbiologin und koordiniert seit 2021 den „IUCN SSC PSG APES Atlas“. Sie ist als Beraterin für Re:wild tätig und Gastwissenschaftlerin am Senckenberg Naturmuseum. In Zusammenarbeit mit einem großen Netzwerk aus Naturschutzpraktikern und Forschenden stellt sie sicher, dass die zusammengetragenen Informationen so präzise und umfassend wie möglich sind. Zudem beteiligt sie sich an der Bewertung der Wirksamkeit von Naturschutzmaßnahmen sowie der Veränderungen im Status von Menschenaffenpopulationen im Kontext vergangener und gegenwärtiger Bedrohungen und Schutzaktivitäten.
Tene Sop
Er ist der Manager der IUCN SSC APES-Datenbank und bekleidet diese Position seit 2014. Als Ökologe liegt sein Schwerpunkt auf dem Schutz der biologischen Vielfalt und der Populationsökologie. Zudem ist er als Berater für Re:wild tätig und mit dem Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz verbunden. Mit großer Sorgfalt und einem ausgeprägten Sinn für Datengenauigkeit verantwortet Tene die tägliche Verwaltung und Organisation der APES-Datenbank. Er stellt sicher, dass die Datenbank eine zuverlässige und aktuelle Informationsquelle bleibt, die Forschende, Naturschützer und politische Entscheidungsträger dabei unterstützt, fundierte Entscheidungen zum Schutz der Menschenaffen zu treffen.
Lars Kulik
Er ist als unabhängiger Berater und Gastforscher am Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz tätig. Er hat maßgeblich zur Weiterentwicklung der APES-Datenbank und des APES-Atlas beigetragen. Er stellt großzügig den gesamten erforderlichen Code für die Bereinigung, Standardisierung und Extraktion von Daten aus der APES-Datenbank und dem APES-Atlas zur Verfügung. Darüber hinaus übernahm er die Gestaltung und Wartung der Website sowie die regelmäßige Aktualisierung des Datenbankberichts. Zudem verantwortet er die statistische Modellierung im Rahmen der wissenschaftlichen Projekte der Arbeitsgruppe. Sein Fachwissen gibt er in Workshops an Interessierte weiter.
Jessi Junker
She is a postdoctoral researcher at Re:wild and affiliated with the German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv) in Leipzig, is rooted in her impactful work in Liberia, where she conducted a nationwide chimpanzee survey for her PhD. Collaborating with the Conservation Evidence team at the University of Cambridge, Jessi also led to the assessment of primate conservation effectiveness and explored the impact of the 2014/2015 West African Ebola crisis on agricultural production and livelihoods. Currently, Jessi leads a key task in a project aiming to assess great ape conservation effectiveness and strengthen the evidence base for their preservation.
Jacqueline L. Sunderland-Groves
Jacqueline L. Sunderland-Groves ist Koordinatorin der Sektion für Menschenaffen.
Koordinator für Artenschutz bei Re:wild
Aime B. Mizero
Aime Bazina MIZERO ist ein engagierter Datenwissenschaftler im Bereich Biodiversität mit einem Hintergrund in Forstwirtschaft und Naturschutz. Er setzt sich leidenschaftlich dafür ein, Methoden der Datenwissenschaft zur Förderung von Naturschutzmaßnahmen einzusetzen. Am Ape Institute ist er für die sorgfältige Erfassung und Organisation von Daten zu Menschenaffenpopulationen, Bedrohungen und Schutzmaßnahmen auf Standortebene verantwortlich. Zudem pflegt er diese Informationen in den APES-Atlas ein und aktualisiert sie, um sicherzustellen, dass die Daten umfassend, präzise und auf dem neuesten Stand sind. Darüber hinaus wirkt Aime an der Bewertung der Wirksamkeit von Naturschutzstrategien, der Überwachung neu auftretender Bedrohungen sowie der Identifizierung langfristiger Trends bei den Menschenaffenpopulationen mit.
Working Group Members:
Genevieve Campbell, Susan Cheyne, Imong Inaoyom, Paul Kouame N'Goran, Rebecca Kormos, Hjalmar Kuehl, Annette Lanjouw, Fiona Maisels, Isabel Ordaz Nemeth, Lilian Pintea, Andrew Plumptre, Johannes Refisch, G. Tenekwetche Sop, Ciara Stafford, Jacque Sunder, Serge-Gro, Sunder, Serge Williamson

