Der Großteil der weltweiten Gorilla-Populationen sowie etwa ein Drittel aller Schimpansen leben im westlichen Äquatorialafrika. Der als „gefährdet“ eingestufte Zentralschimpanse (*Pan troglodytes troglodytes*) und der „vom Aussterben bedrohte“ Westliche Flachlandgorilla (*Gorilla gorilla gorilla*) bewohnen die Regenwälder von sechs Ländern: Angola (Exklave Cabinda), Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Äquatorialguinea, Gabun und Republik Kongo. Die Bestände dieser Menschenaffen gehen aufgrund von Wilderei, Krankheiten und Lebensraumverlust dramatisch zurück; angetrieben wird diese Entwicklung durch die Nachfrage nach Buschfleisch, mangelnde Strafverfolgung, Korruption sowie den zunehmenden Zugang zu ihrem einst abgelegenen Lebensraum. In jüngster Zeit ist zudem der Wald selbst durch die Ausweitung der industriellen Landwirtschaft bedroht, was – sofern keine raschen und gezielten Maßnahmen ergriffen werden – zu massiven Verlusten an Lebensraum für die Menschenaffen führen wird. Naturschutzstrategien und -maßnahmen müssen so gestaltet sein, dass sie diesen Belastungen entgegenwirken und die Menschenaffenpopulationen auf ihrem derzeitigen Stand erhalten.
Citation: IUCN (2014). Regional Action Plan for the Conservation of Western Lowland Gorillas and Central Chimpanzees 2015– 2025. Gland, Switzerland: IUCN SSC Primate Specialist Group. 56 pp.


