Im Jahr 2016 stufte die IUCN den Westlichen Schimpansen (*Pan troglodytes verus*) von „stark gefährdet“ (Endangered) auf „vom Aussterben bedroht“ (Critically Endangered) hoch (Humle et al. 2016); dies spiegelt den zunehmend kritischen Erhaltungszustand dieser Unterart wider. Er kommt in der Elfenbeinküste, in Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, im Senegal und in Sierra Leone vor, ist jedoch in drei Ländern – Benin, Burkina Faso und Togo – bereits ausgerottet. Von den vier anerkannten Schimpansen-Unterarten ist *Pan troglodytes verus* am stärksten bedroht (Humle et al. 2016). Schätzungen zufolge ist der Bestand zwischen 1990 und 2014 um 80 % auf etwa 52.800 Individuen zurückgegangen (Kühl et al. 2017; Heinicke et al. 2019). Das Verbreitungsgebiet der vier Schimpansen-Unterarten hat sich innerhalb von nur acht Jahren insgesamt um 20 % verringert; dieser Rückgang ist zu einem großen Teil auf Lebensraumverlust, Wilderei und Krankheiten zurückzuführen.
Citation: IUCN SSC Primate Specialist Group (2020). Regional action plan for the conservation of western chimpanzees (Pan troglodytes verus) 2020–2030. Gland, Switzerland: IUCN.
Weitere Informationen zum Aktionsplan und zu den aktuellen Maßnahmen zu dessen Umsetzung finden Sie unter https://www.westernchimp.org/


